April ist Stress Awareness Month. Seit über 30 Jahren erinnert dieser Monat daran, wie eng chronischer Stress und Burnout zusammenhängen. Wir möchten das zum Anlass nehmen für eine etwas andere Perspektive auf das Thema Stress.
Sturer Esel? Eher nicht.
Dem Esel haften Vorurteile an. Er sei stur, eigensinnig und faul. Wer sich aber ernsthaft mit diesen Tieren beschäftigt, merkt schnell: Der Esel hört auf sich. Denn hinter dem, was wir ihm als Sturheit auslegen, steckt oft etwas ganz anderes. Wenn er müde ist, bewegt er sich nicht weiter. Wenn etwas nicht stimmt, verweigert er. Was wir Sturheit nennen, ist beim Esel Selbstschutz.
Esel brennen (unter selbstbestimmten Bedingungen) nicht aus. Nicht weil sie keine Belastungen kennen, sondern weil sie einen Instinkt haben, den viele Menschen im Alltag verloren zu haben scheinen: ein Gefühl für und den Ausdruck von den eigenen Grenzen.
Was Esel im Coaching zeigen
Im Eselcoaching erleben wir immer wieder: Die Tiere reagieren sehr sensibel auf die Menschen, die zu uns kommen. Wer zu viel trägt, wer funktioniert ohne wirklich da zu sein, der*die bekommt das von den Eseln gespiegelt. Nicht dramatisch, nicht mit großen Gesten, aber deutlich. Sind wir gestresst, unsicher oder innerlich aufgewühlt, reagiert der Esel entsprechend. Diese Eigenschaft macht Esel zu perfekten Co-Coaches für die Selbstregulation bei Stress. Während wir Menschen unsere Gefühle oft überspielen, ist der Esel ein feiner Sensor für unseren inneren Zustand.
Und die Menschen, die das erleben, sagen hinterher oft: „Irgendetwas hat sich verändert.“ Das ist natürlich keine Magie. Tiere reagieren auf das, was ist, nicht auf das, was wir nach außen zeigen wollen.
Was April mit Veränderung zu tun hat
Natürlich können wir hier nur kleine Impulse geben. Den Stress Awareness Month wollen wir aber als Einladung nutzen, das Thema aus der Ecke der vermeintlichen Schwäche herauszuholen, in die es viel zu oft gesteckt wird. Wer erschöpft ist, hat nicht versagt. Wer an seine Grenzen kommt, hat sie gefunden.
Wir geben Ihnen drei Fragen mit:
Wann haben Sie zuletzt eine Pause gemacht, die sich auch so anfühlte?
Wann haben Sie zuletzt Nein gesagt, ohne sich dafür zu rechtfertigen?
Wem erzählen Sie, wie es Ihnen wirklich geht?
Burnout-Prävention bedeutet nicht, unverwundbar zu werden. Es bedeutet, besser zu verstehen, was man braucht, und mutiger zu werden, das auch zu holen. Der April ist ein guter Moment, kurz stehenzubleiben. Wie ein Esel.
Sie interessieren sich für ein Eselcoaching – egal ob allein oder als Team/Gruppe? Kontaktieren Sie uns sehr gerne hier für weitere Informationen zu offenen Workshops oder Gruppenformaten. Wir freuen uns auf Sie!


