Sie helfen anderen, unterstützen sie und sind da, wenn es darauf ankommt. Doch was passiert, wenn Helfende selbst erschöpft sind? Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Vor allem Berufsgruppen mit hoher sozialer Interaktion sind von Burn-out-Erkrankungen betroffen. Gemessen an den Fehltagen aufgrund von Burnout-Erkrankungen zeigen neben Berufen in der Sozial- und Sonderpädagogik insbesondere Pflege und Sozialarbeit sowie der Rettungsdienst die höchsten Burnout-Zahlen. Bei Lehrkräften sieht es nicht besser aus: Fast jede fünfte Lehrkraft weist ein hohes Risiko für Depression oder Burnout auf.

Menschen in helfenden Berufen brauchen deshalb selbst Unterstützung bei der Selbstregulation und Stressbewältigung. Neben klassischen Formaten wie Supervision bietet das Eselcoaching eine ungewöhnliche Ergänzung, mit einem besonderen Co-Coach: dem Esel.

Das Dilemma der helfenden Berufe

Lehrkräfte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter*innen und therapeutische Fachkräfte haben eines gemeinsam: Sie arbeiten täglich mit Menschen, tragen Verantwortung für andere und stehen unter einem besonderen emotionalen Druck. Ihre Arbeit ist geprägt von hoher sozialer Interaktion und dabei haben sie an komplexen persönlichen wie gesellschaftlichen Herausforderungen teil. Oft stellen sie die eigenen Bedürfnisse zurück. Für den Alltag bedeutet das: eine professionelle Fassade, auch im Umgang mit den eigenen Signalen. Genau hier setzt das Eselcoaching an: Es durchbricht diese Muster und ermöglicht authentische Begegnungen.

Der Esel als ehrlicher Reflexionspartner

Esel besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit: Sie spüren die innere Haltung ihres Gegenübers sehr genau. Sind wir gestresst, unsicher oder unruhig, reagieren sie entsprechend. So werden sie zu ehrlichen Spiegeln und zu wertvollen Begleitern für Menschen, die verlernt haben, auf ihre eigenen Signale zu achten. Im Kontakt mit den Tieren erleben Teilnehmende des Eselcoachings unmittelbare Selbstwirksamkeit: nicht über Theorien, sondern im Hier und Jetzt. Sie erfahren, wie innere Ruhe entstehen kann und die Stressbewältigung gefördert wird. Etwas, das im hektischen Arbeitsalltag oft verloren geht.

Von der Erkenntnis in den Arbeitsalltag

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Belastungen in sozialen und pflegenden Berufen auch eine strukturelle und politische Dimension haben können und individuelle Angebote allein dies nicht auflösen können. Dennoch bietet das Eselcoaching einen wertvollen Ansatz, denn es schafft einen Reflexionsraum, in dem Möglichkeiten zur eigenen Selbstregulation vermittelt und erfahrbar werden. Gemeinsam mit den Coaches von C3 lernen die Teilnehmenden, ihre Erfahrungen zu reflektieren und in konkrete Strategien für ihren beruflichen Alltag zu übersetzen.

Respekt und Nachhaltigkeit

Ein zentraler Wert des C3 Eselcoachings ist der respektvolle Umgang miteinander, sowohl zwischen Menschen als auch im Kontakt mit den Tieren. Ohne Zwang, ohne Gewalt, auf Augenhöhe und mit Respekt vor den besonderen Fähigkeiten der Esel. Diese Haltung prägt das gesamte Coaching und schafft eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens.
Der Ablauf eines offenen Eselcoaching-Workshops ist durchdacht gestaltet: Ein harmonisches Zusammenspiel aus theoretischem Input, direktem Kontakt mit den Eseln, gemeinsamer Reflexion und erholsamen Pausen schafft die ideale Umgebung für diesen besonderen Auftrag.

 

Sie interessieren sich für ein Eselcoaching – egal ob allein oder als Gruppe? Kontaktieren Sie uns sehr gerne hier für weitere Informationen zu offenen Workshops oder Gruppenformaten. Wir freuen uns auf Sie!

Start typing and press Enter to search

Mehrere Hände bilden eine Faust und werden in der Mitte eines Tisches zusammengeführt.Ein Magnet zieht die Menschen unter sich an.